Hier spielt der Roman! Die passende Lektüre für den Urlaubsort an der Küste

Am Strand von Sylt liegen und einen druckfrischen Roman lesen, der direkt auf der Insel spielt? Oder im Café auf Rügen einem Krimi folgen, wo die Leiche direkt um die Ecke liegt? Nichts leichter als das. Die Verlage haben auch in diesem Sommer Dutzende von Regio-Romanen direkt für die Strandtasche produziert: Leicht im Gewicht und leicht ist in der Regel auch die Lektüre, so dass man der Handlung selbst bei 35 Grad im Schatten noch mühelos folgen kann. Ein Rezept, das aufgeht: Viele dieser Bücher sind Bestseller.

 

BORKUM, JUIST, NORDERNEY, NORDEN

Gle­ich zwei Krim­is hat Best­seller-Auror Klaus-Peter Wolf in diesem Jahr veröf­fentlicht: Im Früh­jahr erschien mit Ost­friesen­tod der elfte Fall sein­er Ermit­t­lerin Ann Kathrin Klaasen, jet­zt schickt er in Toten­stille im Watt mit Dr. Som­mer­feldt einen neuen Helden an die Küste, genauer: nach Nord­de­ich bei Nor­den. Doch wer ist dieser Mann? Ein Arzt aus Lei­den­schaft, der zuhört und hil­ft. Aber auch: ein Mann mit Ver­gan­gen­heit, der jet­zt mit neuer Iden­tität ein neues Leben lebt. Span­nung wie immer: garantiert.

Kri­mi-Autorin Ocke Aukes lebt seit ihrer Kind­heit auf Borkum, hat mit der Tra­cht­en­gruppe vor Touris­ten getanzt, an Welt- und Europameis­ter­schaften im Strand­segeln teilgenom­men und diverse Krim­i­nal­ro­mane geschrieben. Zulet­zt erschien Tod auf Borkum, in dem Kom­mis­sar Bus­boom in das Milieu des Rotary Clubs gerät.

Auf Borkum spie­len auch gern die Krim­is von Wolf S. Diet­rich, doch sein jüng­ster führt auf die Nach­barin­sel Norder­ney. In Friesis­ches Gold wird am Strand die Leiche eines Apothek­ers gefun­den und Haup­tkom­mis­sarin Rieke Bern­stein stößt auf eine jahrhun­dertealte Fehde zwis­chen der Fam­i­lie des toten Apothek­ers und ein­er Hotel­dy­nas­tie.

Helen Kam­p­en, Jahrgang 1982, schreibt am lieb­sten am Meer, entwed­er auf den Sey­chellen oder auf Norder­ney. Da liegt es nahe, ihren jüng­sten Roman direkt auf die friesis­che Insel anzusiedeln. Auch in Leucht­turm, Lachs und Leiche liegt die Leiche da, wo man sie als Urlauber am wenig­sten wün­scht: am Strand. In den Strudel der Ermit­tlun­gen gerät keine Kom­mis­sarin, son­dern die Jour­nal­istin Amadea König.

Schon mal Apfel­rosen­torte gegessen? Wenn nicht, kön­nte es daran liegen, dass das Rezept nicht so leicht zu bekom­men ist. In der Fam­i­lie der Pro­tag­o­nistin Mer­le des Romans Apfelkuchen am Meer wird es streng gehütet. Umso erstaunter ist Mer­le, als sie hört, dass auf Juist jemand eben diese Torte genau­so backt, wie in ihrer Fam­i­lie üblich. Da müssen also noch mehr Fam­i­lienge­heimnisse gelüftet wer­den. Anne Barns ist eins der Pseu­do­nyme von Andrea Rus­so.

 

AMRUM, SYLT UND FÖHR

Wenn die Wellen leucht­en ist der erste Band der neuen Nord­seetrilo­gie von Patri­cia Koelle, die auf Amrum spielt. Ein geheimnisvoller Brief ihres unbekan­nten Vaters lässt Rhea auf­brechen, um ihren Erzeuger zu suchen – und ihre große Liebe. Die Berlin­er Autorin mit Lei­den­schaft fürs Meer war schon mit ihrer Ost­seetrilo­gie (unter anderem Das Meer in deinem Namen) erfol­gre­ich.

Einen Road Nov­el, der nach Amrum führt, hat Katha­ri­na Her­zog, die sich als E‑Book-Autorin schon viele Fans gemacht hat, in diesem Jahr als Taschen­buch veröf­fentlicht: In Immer wieder im Som­mer beg­ibt sich Pro­tag­o­nistin Anna in ihrem VW-Bus auf die Reise nach Amrum, weil dort Jan lebt, die unvergessene Liebe eines Jugend­som­mers. Zum Glück ist in so einem Bus reich­lich Platz, denn es gesellen sich diverse Mit­fahrer dazu: Annas Mut­ter, ihre Töchter, ihr Ex…

Ilka Dick, Jahrgang 1972, hat mit End­sta­tion Nord­see ihr Kri­mi-Debüt hin­gelegt. Worum geht’s? Als ihr Vater tot in den Amrumer Dünen ent­deckt wird, macht sich Aenne Jan­nen selb­st auf die Suche nach dem Mörder. Und tappt wie übri­gens auch die Polizei, im Dunkeln. Bis an der­sel­ben Stelle eine zweite Leiche ent­deckt wird. Die Autorin, haupt­beru­flich Son­der­schullehrerin für Hörgeschädigte, möchte die Opfer in den Mit­telpunkt stellen, ihre Gefühlswelt beschreiben, sagte sie der Presse.

Alles andere als eine Anfän­gerin ist Gisa Pauly: Bere­its zum elften Mal schickt sie ihre Mam­ma Car­lot­ta, Schwiegermut­ter von Krim­i­nal­haup­tkom­mis­sar Erik Wolf und waschechte Ital­iener­in,  für deren Ermit­tlun­gen quer über die Insel. Und das in einem ras­an­ten Tem­po, das aktuelle Buch begin­nt gle­ich mit ille­galen Autoren­nen auf Sylt. Rasend schnell wurde auch die Spiegel-Best­seller-Liste erk­lom­men: Schon zwei Tage nach dem Erscheinen lag Vogelko­je auf Platz 8!

Auf der Best­seller-Liste lan­den auch regelmäßig die Romane von Dora Heldt, die eigentlich Bär­bel Schmidt heißt und 2006 nach zwanzig Jahren als Ver­lagsvertreterin bei dtv ihren ersten Roman dort veröf­fentlichte. Wir sind die Guten ist ihr zweit­er Kri­mi, der auf Sylt spielt, der Insel, wo die Autorin geboren wurde. Worum geht’s? Während die Polizei von West­er­land im Fall eines unbekan­nten Toten am Fuß der roten Klip­pen ermit­telt, erhält eine Bekan­nte des Kom­mis­sars Karl Sön­nigsen einen Anruf von ein­er Fre­undin: Deren Mieterin ist spur­los ver­schwun­den.

Auf Föhr spie­len für gewöhn­lich die Romane von Janne Momm­sen alias Volk­mar Nebe, der auch fürs The­ater und Fernse­hen schreibt. In Seeluft macht glück­lich kommt die Mittdreißigerin Jas­min nach Föhr, wo sie zulet­zt als Teenag­er war.  Sie trifft einen jun­gen Mann namens Thore, der ein­fach nur weg will von der Insel. Die bei­den tauschen ein­fach die Woh­nun­gen. Er geht nach Köln, sie nach Föhr. Und es begin­nt der Som­mer ihres Lebens. 

 

KÜSTE SCHLESWIG-HOLSTEINS

In Wer­lesiel spie­len die Krim­is von Sven Koch, Redak­teur und Rock­musik­er. Doch auf der Karte find­et man diesen Ort verge­blich. Er ist genau­so erfun­den wie die Hand­lung. Der Autor wollte nicht in die Ecke der Regio-Krim­is gestellt wer­den: „(…) denn Regio-Krim­is schreibe ich nicht, son­dern solche, die lediglich eine bes­timmte Region als Hand­lung­sort haben: In diesem Fall die Küste“, erk­lärt er in einem Forum. Und was passiert dies­mal in Wer­lesiel, im Kri­mi Dünen­fluch? Ihr fün­fter Fall führt das Ermit­tlerteam Femke Folk­mer und Tjark Wolf in die Zeit zurück, als der Eis­erne Vorhang fiel und Flüchtlinge nach Deutsch­land strömten, die – auch damals schon – nicht immer willkom­men waren.

Konkret verortet ist hinge­gen der Kri­mi Tod im Priel von Mar­ti­na Bick. Der näm­lich spielt am Tüm­lauer Koog bei St. Peter-Ord­ing. Hier will die vorüberge­hend sus­pendierte Ham­burg­er Kripobeamtin Anne Schu­mach­er auf andere Gedanken kom­men. Doch Neugi­er ist offen­bar eine Beruf­skrankheit und so fragt sie sich bald, ob die Vorbe­sitzerin des Haus­es, in dem sie wohnt, tat­säch­lich bei einem Unfall im Hafen­priel ums Leben kam – oder war es gar Mord?

Kleine Abküh­lung gefäl­l­lig? In dem Thriller Wenn ich dich hole von Anja Goerz schneit und stürmt es unun­ter­brochen. Allerd­ings dürfte der Erfrischungsef­fekt nicht von Dauer sein: Das Buch ist so span­nend geschrieben, dass man es in einem Zug durch­li­est. Worum geht’s? Um einen kleinen Jun­gen, der im Haus sein­er Groß­mut­ter auf die Rück­kehr von Mama und Oma wartet und anfangs noch mit dem Vater tele­foniert, der ger­ade in Lon­don, also weit weg, ist. Und bald taucht die Per­son, die schon für das Ver­schwinden der bei­den Frauen ver­ant­wortlich ist, bei dem Jun­gen auf…

Küh­le Tem­per­a­turen herrschen auch in dem Kri­mi Sturm­läuten von Nina Ohlandt: Kurz vor Wei­h­nacht­en wird auf der Hal­binsel Hol­nis in einem hohlen Baum­stamm eine ver­weste Frauen­le­iche gefun­den. Der Baum ste­ht im Garten der Eltern von Karin, Ex-Fre­undin des ermit­tel­nden Haup­tkom­mis­sars John Ben­thien. Und ein paar Tage später wird Karin im sel­ben Garten erschla­gen…

An der Schlei spielt der Liebesro­man Meer­him­mel­blau von Clara Weißberg. Hier will Bib­lio­thekarin Liane eine Auszeit nehmen: von ihrem Mann und von ihrem Job. Ver­süßt wird diese von Restau­ra­tor Fabi­an, mit dem sie unbeschw­erte, ver­liebte Stun­den ver­bringt. Es kön­nte alles so schön sein, wenn am Ende des Som­mers nicht eine Entschei­dung anstünde: Liebe oder Pflicht? Die Autorin, geboren 1968, ist Ger­man­istin und Eth­nolo­gin und lebt mit ihrer Fam­i­lie in der Nähe von Ham­burg auf dem Land. (Ein­er der schön­sten Strände der Ost­see befind­et sich übri­gens unweit der Schlei. Welch­er das ist? Hier weit­er lesen.)

Weit­er geht’s mit Mörderische Ost­see: In diesem Buch wird der Leser keine Mühe haben, die ver­meintlichen Tatorte am Urlaub­sort zu ent­deck­en, liegen doch detail­lierte Skizzen dem Büch­lein bei. Grob führen die Geschicht­en von Travemünde bis Heili­gen­hafen. Unter den Autoren: Eva Alm­städt, Lena Johann­son, Dietlind Kre­ber, Job­st Schlennst­edt und Petra Tessendorf.

 

FEHMARN

Wir ver­lassen für einen Moment das flache Wass­er der leicht­en Unter­hal­tung und wid­men uns einem neuen Band der schö­nen Mare-„Mein“-Reihe. Dies­mal beschreibt Mirko Bon­né – 2013 stand sein Roman Nie mehr Nacht auf der Short­list zum Deutschen Buch­preis – Mein Fehmarn: „Fehmarn ist die Insel der leuch­t­end hellen Seite mein­er Kind­heit und Jugend, der Ort, wo die Liebe zum Leben in mir erwacht ist.“ Der Autor verbindet Reflex­io­nen über Fre­und­schaft, Erin­nerung und Liebe mit Fehmarns Geschichte und Land­schaft. „Mein Fehmarn gelingt über 160 Seit­en die zauber­hafte Ver­wand­lung, die Insel als Per­sön­lichkeit zum Leben zu erweck­en: als einen güti­gen Lehrmeis­ter des Sehens und Empfind­ens. Und als Welt in ein­er Nusss­chale,“ schreibt die Süd­deutsche Zeitung.

Fehmarn gehört übri­gens zu den fünf beliebtesten Inseln. Wer die anderen sind? Hier weit­er­lesen.

 

WARNEMÜNDE UND POEL

Ins Milieu der Strand­ko­r­berfind­er hat sich Micaela Jary in ihrem Fam­i­lien­ro­man Die Vil­la am Meer begeben – und reich­lich zurück in die Zeit: 1897 ist es, als Katha­ri­na den wesentlich älteren Man­u­fak­turbe­sitzer und Korb­mach­er Olaf Borchers heiratet. Die Ehe wird keine glück­liche und dass Katha­ri­na auch noch Pläne für ein eigenes Geschäft schmiedet – einen Strand­ko­r­b­ver­leih an der Ost­see – macht es nicht bess­er. Ein her­rlich­er Schmök­er für den Strand­ko­rb! Die Autorin stammt aus Ham­burg und lebt mit Mann und Hund in Berlin und München. Zum Schreiben taucht sie regelmäßig in einem Land­haus in der Nähe von Ros­tock ab.

Auf Poel spielt Puste­blu­men­som­mer, wo der Pro­tag­o­nistin Char­lotte nur wenig erspart bleibt. Mit Ende Vierzig ist sie allein­erziehend, ihr Sohn Asperg­er Autist und ger­ade, als sie sich mit ein­er Ziegenkäserei auf Poel einen Jugend­traum erfüllt hat, stürzt sie vom Heubo­den und erlei­det eine Amne­sie. Dadurch sieht sie plöt­zlich nicht nur ihren besten Fre­und Jo, son­dern auch Ex-Fre­und Rolf in einem ganz anderen Licht. Die Dinge nehmen ihren Lauf. Die Autorin Susanne Lieder lebt im nördlichen Nieder­sach­sen, ihre Romane spie­len jedoch häu­fig an der Ost­seeküste Meck­len­burgs.

 

RÜGEN, HIDDENSEE, STRALSUND, USEDOM

Auf Mönchgut, der östlich­sten Hal­binsel Rügens, spie­len gle­ich zwei Neuer­schei­n­un­gen. In Hohes Tier lässt  Nad­ja Quint ihre Ermit­t­lerin Lilo Gon­do­rf auf dem Alterssitz eines ehe­ma­li­gen Min­sters zwis­chen Hun­derten von Katzen eine Frauen­le­iche ent­deck­en. Die Autorin ist haupt­beru­flich Fachärztin für psy­cho­so­ma­tis­che Medi­zin in Ost­west­falen und ent­deckt Rügen auf ihren Rechereisen.

An der Ost­see sagt man nicht Amore heißt der erste Liebesro­man von Katha­ri­na Jensen, die seit ihrem zehn­ten Leben­s­jahr jeden Som­mer im Mönchgut ver­bringt und bish­er Krim­is schrieb, die in Tel Aviv oder Stral­sund spiel­ten. Groß Zick­er sei das schön­ste Dorf der Welt, sagt sie im Zweiküsten-Inter­view. Worum geht es in dem Roman? Braut flieht direkt nach der Trau­ung im Brautk­leid nach Rügen, um ihren umtriebi­gen Ehe­mann – ein Ital­iener! – zu vergessen und einen Fis­ch­er zu tre­f­fen, der auch noch Fritz heißt und von Frauen nichts mehr wis­sen will.

Aus ihrer Ehe flieht auch die Pro­tag­o­nistin in Marie Mer­burgs Liebesro­man Wellenglitzern nach Rügen, allerd­ings erst nach 20 gemein­samen Jahren. Hier macht sie den Segelkurs, den sie eigentlich mit ihrem Mann machen wollte, schließlich allein. Was aber nur von Vorteil ist, denn der Segellehrer ist ganz von der Sorte, wie man sich die Jungs so vorstellt. Damit ist der Kurs, den die Hand­lung nimmt, schon mal klar. Die Autorin lebt im Süden Deutsch­lands, Wellenglitzern wird nicht der let­zte Roman, den sie auf Rügen ansiedelt: „Inselleucht­en“ erscheint bere­its im Feb­ru­ar 2018.

Seit 2012 ermit­telt Kom­mis­sarin Romy Bec­ca­re in den Krim­is von Katha­ri­na Peters auf Rügen. In ihrem aktuellen Fall geht sie ein­er Ter­ror­war­nung nach – offen­sichtlich ist ein Anschlag auf die Stör­te­bek­er-Fest­spiele geplant – und stößt auf mys­ter­iöse Ver­mis­sten­fälle. Die Autorin von Deich­mord ist in Wolfs­burg geboren, lebt im südlichen Berlin­er Umland und fühlt sich auf Rügen heimisch. Frühere Fälle von Romy auf Rügen: Dünen­mord, Klip­pen­mord, Bern­stein­mord und Leucht­tur­m­mord.

In den Klip­pen von Rügen endet der dritte Fall von Kom­mis­sar Luka Kroczek, den die Kri­mi-Autorin Klara Holm in Rabenaas zuvor in eine kleinkrim­inelle Sippe schickt und dort erst­mal rat­los zurück­lässt: Geht es um den attrak­tiv­en Bau­grund, geht um Rache oder was treibt die Nach­barn zum Mor­den? Holm lebt in Old­en­burg und ent­deck­te auf diversen Rügen-Besuchen ihre Liebe zur größten deutschen Insel. Weit­ere Fälle von Luka Kroczek: Krähennest und Möwen­fraß.

Ortswech­sel: Hid­densee. There­sa hat­te ger­ade die kleine Fis­cherkate, die sie auf einem Spazier­gang ent­deck­te, gekauft und begonnen, sie zu ren­ovieren, als plöt­zlich ihre Mut­ter vor der Tür ste­ht. Diese ist ger­ade aus ihrer Hip­pie-Kom­mune auf Mal­lor­ca geflo­gen und sucht offen­bar eine neue Insel, die sie in den Wahnsinn treiben kann. „Herz und Humor Fraue­nun­ter­hal­tung“ heißt das Genre bei Ull­stein, Som­mer mit Lilo der Roman. Rieke Scher­mer ist übri­gens das Pseu­do­nym von Susanne Lieder (siehe auch unter Poel).

Nach Use­dom ent­führt Ein Som­mer im Rosen­haus. Hier hat man bei der Lek­türe nicht nur das Rauschen des Meeres im Ohr, son­dern auch den Duft von Rosen in der Nase: Die Pro­tag­o­nistin San­dra kauft ein altes Gärt­ner­haus auf Use­dom, zu dem ein ver­wildert­er Rosen­garten gehört. Und damit auch ein Fam­i­lienge­heim­nis, das es zu lüften gilt. „Der Garten-Roman des Jahres“, befand Homes & Gar­dens. Die Autorin Nele Jacob­sen, Jahrgang 1976, ist Diplom-Poli­tolo­gin und Jour­nal­istin und lebt in der Nähe von Dres­den. Ihr erster Roman war Unser Haus am Meer.

Eine Zeitreise in das Jahr 1629 untern­immt Lena Johann­son in ihrem neuen Roman Die Bern­stein­hexe. Während des Dreißigjähri­gen Krieges ent­deckt die Pfar­rerstochter Maria eine Bern­steinad­er und hil­ft mit dem Erlös Armen und Hungern­den. Das gefällt nicht jedem, weshalb bald das Gerücht die Runde macht, Maria sei eine Hexe. Ihr Leben ist in Gefahr, aber zum Glück ist da Rüdi­ger…

Stral­sund ist Schau­platz des näch­sten Krim­is: Aus der Tristesse der Arbeit­slosigkeit grün­den Gisela und Rosi ein Unternehmen, das ungewöhn­liche Stadt­führun­gen bietet: Roll­mop­swet­trollen zum Beispiel, oder Bungeesprin­gen von der Rügen­brücke. Doch dann wer­den plöt­zlich mehrere Touris­ten ermordet – sie alle haben an der ersten Führung der bei­den teilgenom­men… Ari­ane Grundies wurde in Stral­sund geboren, hat am Deutschen Lit­er­a­turin­sti­tut in Leipzig studiert und in der Gebrauch­san­weisung für Meck­len­burg-Vor­pom­mern und die Ost­see­bäder vor eini­gen Jahren die Men­tal­ität ihrer Land­sleute schon ganz wun­der­bar beschrieben. Die Toten am Sund ist ihr erster Ost­see-Kri­mi.

Noch ein Kri­mi aus Stral­sund gesucht? Dann hier weit­er­lesen

 

NOCH KEIN PLAN

Das Urlaub­sziel an der Küste ist noch nicht aus­gewählt? Dann ist Gefährliche Ferien — Nord­see, Ost­see aus dem Hause Dio­genes das Buch der Wahl. Die Geschicht­en ent­führen näm­lich sowohl an die Ost­see als auch an die Nord­see – und ein Lesev­ergnü­gen sind sie alle­mal. Davor sorgt allein die hochkarätige Autore­nauswahl. Mit dabei: John Irv­ing, Tania Blix­en, Chris Kraus, Bern­hard Schlink, Gün­ter Grass, Mar­tin Suter und Hen­ning Mankell. Damit qual­i­fiziert sich das Buch übri­gens zur Alter­na­tive zu so manchem Regio-Roman, der vielle­icht nicht den Geschmack des ver­wöh­n­ten Lesers find­et.